PAR Hospital, Irak

von hadjian

Modernste PACS-Installation Iraks in Betrieb genommen

High-Tech als Leitbild

Das PAR Hospital in Arbil ist eines der modernsten Krankenhäuser im Irak. Als richtungsweisendes Modell für die gesamte Region ersonnen setzt man in Arbil auf den neuesten medizinisch-technischen Stand.

In 16 stationären und ambulanten Abteilungen können sich die Patienten auf modernste radiologische Ausstattung verlassen. Ein 64 Zeilen CT, ein 1,5T MRT, digitale Röntgenanlagen sowie eine Mammographieeinheit gehören zum Equipment des Krankenhauses.

Nun fehlte noch ein Bildarchivierungs und -kommunikationssystem, das den Ansprüchen großer Datenaufkommen gerecht werden sollte. Denn das PAR Hospital hat das Ziel zu den Modernsten zu gehören und hierzu passt nur eine PACS-Strategie: “Scan thin; Store thin; Read appropriately”.

Digital Medics stach mit seinem PAC System und der integrierten Transfertechnologie VivoNet als besonders geeignet hervor, die Erfordernisse zu meistern. Denn erst die Kombination aus effizient komprimiertem Transfer, performanter Befundungssoftware und integrierten Nachverarbeitungswerkzeugen lassen einen modernen Befundungsarbeitsablauf zu.

Obendrein konnte Digital Medics auch noch mit einem Team auf sich aufmerksam machen, welches die nötige Flexibilität besaß, das PACS vor Ort schnell und zuverlässig zu installieren.

“Wir wollten die Technologie eines großen Konzerns, aber die Flexibilität und Kundennähe aus dem Mittelstand. Eine Kombination, die uns zunächst nicht realistisch erschien, aber Digital Medics belehrte uns eines Besseren”, lobt Geschäftsführer Darbaz Rasoul die reibungslose Zusammenarbeit.

Projektmanagement von Angesicht zu Angesicht

tl_files/digital_medics/images/News/govand_scaled.jpgDas Expertenteam - angeführt von Nico Karnatz und Martin Wawro, Mitgründer von Digital Medics - machte sich auf den Weg nach Arbil, um sich brevi manu ein Bild von den hospitalinternen Strukturen zu machen und so gewährleisten zu können, dass das PACS nahtlos in die Befundabläufe des Krankenhauses und insbesondere der Radiologie integriert wird.

Da das PAR Hospital zu dem Zeitpunkt noch mehrere Monate vor der Ersteröffnung stand, fanden die ersten Analysen nicht auf der Ebene der Arbeitsabläufe, sondern der Ebene basaler Fragen wie der Netzwerkinfrastruktur statt.

“Ich bin es gewohnt, von anderen Anbietern grobe Leistungsparameter vorgegeben zu bekommen, die ich durch die richtige Auswahl der Netzwerk- und Servertechnologie zu erfüllen habe”, erinnert sich Govand Shuany, IT-Leiter des PAR Hospitals. “Digital Medics hat außerhalb der Pflichterfüllung auch konkrete Lösungsansätze für einen reibungslosen Betrieb des PACS und der anderen Systeme vorgeschlagen, die wir unverändert realisiert haben. Man kann wirklich sagen, dass Digital Medics genau dann da war, wenn man sie brauchte.”

Nachdem die Infrastruktur zur Verfügung stand, wurde die gesamte Radiologie des Krankenhauses mit VivoLab Befundungsstationen ausgestattet und hausweit eine Bildmanagementlösung realisiert, die auf der Transfertechnologie VivoNet basiert.

Die VivoLab Befundungsstationen ermöglichen nun auch im Irak ein schnelles Arbeiten in der Radiologie und stellen neue Möglichkeiten der Nachverarbeitung zur Verfügung, welche auf hochauflösende Bilddatensätze angewiesen sind. Ein 64-Zeilen-CT produziert solche extrem großen Bilddatensätze, dass jede Transfertechnologie vor eine knifflige Aufgabe gestellt wird. Eine Aufgabe, der sich VivoNet uneingeschränkt gewachsen zeigt, für die es beinahe prädestiniert erscheint.

Ohne irgendeinen Qualitätsverlust in Kauf nehmen zu müssen, hält VivoNet auch radiologische Bilddaten im ganzen Hospital bereit. Progressiver Transfer, angepasste Entropiekodierung und feingranulare Repriosierung sind die drei von Digital Medics selbst entwickelten Instrumente, die die antiquierte Dissonanz des Bilddatentransfers in einen euphonischen Gleichklang bringen.

Schnittstellenexpertise als Exportschlager

tl_files/digital_medics/images/News/dlovan.jpg“Nicht nur der Funktionsumfang von KIS/RIS/PACS oder Modalitäten ist entscheidend. Alle Systeme bedürfen eines hohen Grades an Anpassung und Wartung, weswegen wir gerne auf Unternehmen in geographischer Nähe zurückgreifen”, beschreibt Dr. Dlovan Khoushnaw, Chefarzt der Radiologie, seine Erfahrungen aus anderen Häusern. Diesem Grundsatz blieb das PAR auch bei der KIS/RIS- und Modalitätenauswahl treu.

Dass man bei der Wahl von Digital Medics von der Regel abwich, erwies sich jedoch  als Schlüssel zum Erfolg, da eine tiefe Integration zwischen diesen Systemen in der Region bisher noch in den Kinderschuhen steckte, wohingegen Digital Medics bereits zahlreiche große Integrationsprojekte in Deutschland und Saudi Arabien zum Erfolg geführt hatte.

“Häufig werden radiologischen Abteilungen die Nachverarbeitungsstationen der Modalitätenhersteller als PACS verkauft”, amüsiert sich Dr. Khoushnaw. “Wir sind das erste Haus der Region, das Patientendaten automatisiert an die Modalitäten überträgt, Hangingprotokolle nutzt und Befunde elektronisch verfasst. Auch in Fragen der Worklistanbindung ergänzte Digital Medics das fehlende Wissen der hiesigen Modalitätenhersteller bereitwillig.”

Dr. Khoushnaw erinnert sich weiter: “Selbst in Punkto KIS-Integration wurden meine Erwartungen übertroffen. Unser KIS-Anbieter Acibadem und Digital Medics einigten sich auf eine tiefe Integration über eine direkte Datenbankanbindung und realisierten diese ohne viel Aufhebens. Und das ist etwas, was ich selbst im Ausland selten angetroffen habe.”

“Digital Medics hielt bei der Integration aller Systeme fest die Zügel in der Hand und das war auch gut so. Geschriebene Befunde werden transparent zwischen KIS und PACS ausgetauscht. Sogar die Einheit von Bild und Befund auf Station konnte unser KIS-Partner mit Digital Medics realisieren. Kein Krankenhaus in dieser Region sollte sich mit weniger zufrieden geben.”

Abschlussgespräch

tl_files/digital_medics/images/News/PAR-Hospital-radiology-team.jpg“Das System, das letzten Endes in Betrieb genommen werden sollte, musste sich in erster Linie optimal in unsere radiologischen Abläufe integrieren können”, erklärte Dr. Dlovan ein zentrales Kriterium der Auswahl. Mit etwas Abstand zeigen die Erfahrungen aus dem Alltag, dass unter anderem genau diese Darstellung im Multiskalenformat dies zu erfüllen weiß: “Die Bilder sind direkt verfügbar. Der befundende Radiologe erhält also sofortigen Zugriff und muss nicht mehr diese langen Ladezeiten über sich ergehen lassen.”

VivoNet wurde auf Wunsch der IT derart konfiguriert, dass Bilder auf den Stationsrechnern nur bis zu 80 Prozent des Gesamtvolumens geladen werden, während dieselben Daten auf den Befundungsstationen bis zur vollen Auflösung aufgebaut werden.

“Bei bestehenden Installationen, die ich im Vorhinein im Ausland besucht hatte, fiel mir auf, dass die IT die Speichergrößen für die Verteilung auf Station, der Teleradiologie und der Langzeitarchivierung festlegen musste. Dies baute immer ein Spannungsfeld zwischen IT und Radiologie auf, da das ärztliche Personal natürlich alle Datenquellen gleichgroß dimensionieren wollte, die IT-Abteilung jedoch einhellig der Meinung war, dass es sich bei Teleradiologie und Verteilung auf Station um einen kurzfristigen Bedarf handelt”, berichtet Herr Shuany. “Eine willkommene Überraschung war es dann, als ich erfuhr, dass die Digital Medics Technologie es erlaubt, alle Sendeziele aus einem einzigen Datenspeicher zu bedienen, und dass für die verschiedenen Ziele lediglich die passenden Auflösungsstufen konfiguriert werden müssen.”

Dank VivoNet kann das PAR Hospital so auch auf ökonomischer Ebene das Vorbild sein, an dem sich andere Krankenhäuser der Region orientieren können, um das höchste technologische Niveau auf kosteneffizientem Wege zu erreichen.

Mit der Installation des Digital Medics PACS konnte das Unternehmen dazu beitragen, den Vorreitercharakter des PAR Hospitals zu festigen, indem nun das erste PACS  im Irak und eines der international modernsten überhaupt zu seiner Ausstattung gehört.

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